Musikalische Töne zum 90. Geburtstag

Geschrieben von Kirstin Mittendorf.

Musikzug der Feuerwehr Arnum feiert am 26. August mit einem Jubiläumskonzert

„Die Feuerwehr Arnum beabsichtigt, in Kürze ein Musikkorps zu gründen. Da nun die Mittel klein sind und die Anschaffung der Instrumente und Besoldung des Musikmeisters groß sind, richte ich an die Gemeindemitglieder die Bitte, uns ein jeder nach seinem Können unterstützen zu wollen“. So klang vor 90 Jahren der Aufruf aus den Reihen der Arnumer Feuerwehr, um eine musikalische Abteilung gründen zu können.

Die Bitte um personelle und finanzielle Unterstützung wurde von den Arnumer Bürgern damals schnell erhört, so dass 11 Männer am 1. August 1927 ein Musikkorps in der Gastwirtschaft Gramann in Arnum gründeten. Mit geringen Notenkenntnissen aber viel Freude an der Musik starteten die ersten Mitglieder und erhielten schnell großen Beifall bei vielen Anlässen.

Mit genauso viel musikalischer Freude, jedoch deutlich besserem Equipment an Instrumenten musizieren 90 Jahre später 23 Musiker im Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Arnum und lassen sich wöchentlich vom dynamischen Dirigenten Oliver Rülicke qualifiziert ausbilden. Das Repertoire des heutigen Musikzuges ist vielfältig und wurde bereits bei den erfolgreichen und gut besuchten Platzkonzerten präsentiert, die im März den Auftakt in dieses Jubiläumsjahr bildeten.

Die Geburtstagsfeierlichkeiten setzen sich nun fort. Auf die bunte musikalische Vielfalt können sich die Zuhörer auch beim großen Jubiläumskonzert am 26. August 2017 freuen, zu dem alle musikalisch Interessierten, Freunde des Musikzugs und Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Arnum herzlich einladen sind. Das kostenfreie Konzert findet am 26. August um 16.00 Uhr in der Aula der Wäldchenschule in Arnum statt. Gute Plätze lassen sich bereits eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn sichern. Die Zuhörer dürfen sich auf ein buntes Programm freuen, welches auch mit Gesangseinlagen und einer besonderen „sommerlichen Überraschung“ bereichert wird.

Feiern Sie mit uns zusammen den 90. Geburtstag des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Arnum. Wir freuen uns auf Ihren Besuch beim großen Jubiläumskonzert. 

 

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„blind date“ bei der Freiwilligen Feuerwehr Arnum

Geschrieben von Kirstin Mittendorf.

Fahrt ins Blaue führt zum Spargelessen an das Steinhuder Meer

Das Organisatorenteam hatte alles perfekt organisiert und es war bis zuletzt nicht durchgesickert, wohin die Fahrt ins Blaue der Freiwillige Feuerwehr Arnum führen sollte. Rund 25 Mitglieder der Einsatz- und Altersabteilung und des Musikzuges stiegen bei bestem Sommerwetter zu ihrem „blind date“ in den Bus und ließen sich sehr gut gelaunt auf die von Harald Volkmann und Dirk Horand organsierte Überraschungsfahrt ein, die erstmalig anstelle der sonst üblichen Weihnachtsfeier stattfand.

 

84 km ging es zunächst in westliche Richtung bis zum ersten Zwischenstopp in Höfen. In diesem idyllischen Ort hat der Spargelbauer Röhrkasten seinen Hauptsitz, hinter dessen Kulissen die Feuerwehrgruppe einen Blick werfen konnte und interessante Informationen zur Verarbeitung und Verpackung des Spargels erhielt. Allein beim Anblick dieses besonderen saisonalen Gemüses sollte es natürlich nicht bleiben, so dass es zur Mittagszeit „Spargel satt“ in einem benachbarten rustikalen Lokal gab.

 

Am Nachmittag ging die Fahrt weiter und das Organisatorenteam entführte die Reisegruppe ans Steinhuder Meer. Bei schönstem Sonnenschein wurde der Ausflug noch mit einem kleinen Spaziergang am Wasser und einer gemeinschaftlichen Einkehr in einem Biergarten abgerundet.

 

Die Teilnahme von Mitgliedern aller Abteilungen, die lustige und lockere Stimmung und auch das sehr gut organisierte Programm haben bei allen Feuerwehrmitglieder bereits bei Ankunft am Gerätehaus am Abend zu einem spontanen Feedback geführt: „Egal, wohin die nächste Fahrt ins Blaue geht – wir sind alle wieder mit dabei.“

Einsatzstichwort: „Ausgelöste Brandmeldeanlage“

Geschrieben von Sebastian Schlund.

Einsatzkräfte der Arnumer Wehr erfahren qualifizierte Weiterbildung bei der BF Hannover

Kaum sichtbar hängen die kleinen runden Dosen an Decke – unscheinbar und doch lebensrettend im Notfall: Rauchmelder sind nicht nur in Wohnungen und privaten Häusern eine mittlerweile gesetzliche Notwendigkeit. Sie sind im Brandfall lebensrettend für alle Bewohner, um frühzeitig vor den tödlichen Rauchgasen gewarnt zu werden. In großen Gebäudekomplexen von Firmen oder Einrichtungen mit vielen Menschen werden diese Rauchmelder in Brandmeldeanlagen vernetzt. Sie geben den Feuerwehreinsatzkräften in einer technischen Einheit im Eingangsbereich des Objektes -der Brandmeldezentrale- wichtige Informationen über den Ort und die Ausbreitung eines vermeintlichen Feuers.

Die Mitglieder der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Arnum haben sich hierzu im Rahmen eines Ausbildungsdienstes bei der Berufsfeuerwehr Hannover fortgebildet. Jan Feichtenschlager, der neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit in der Arnumer Wehr hauptberuflich bei der Berufsfeuerwehr tätig ist, stellte den Kameraden die komplexe Funktionsweise einer Brandmeldeanlage (BMA) an einem Simulationsboard der Berufsfeuerwehr Hannover vor. In dieser Demoanlage ist die komplette technische Einheit einer BMA inkl. Rauch- und Handmeldern installiert. Einheitliche technische Rahmenbedingungen, die die Region Hannover für an die Regionsleitstelle angebundenen BMA vorschreibt, erleichtern grundsätzlich die immer wieder kehrende identische Bedienung der technischen Einheiten. Diese hat es jedoch in sich: Auf dem Anzeigetableau der Brandmeldezentrale ist zunächst auszuwerten, in welcher Meldergruppe ein Rauch-/ Handdruckmelder oder auch Sprinkleranlage ausgelöst hat. Diese technische Einheit ist der beste Ort für den Gruppenführer, um schnell an Informationen über die Ausbreitung eines Brandes zu gelangen. Über Laufkarten -die räumliche aber auch feuerwehrtaktische Infos enthalten- wird dann der erste Trupp mit Atemschutz und Kleinlöschgerät an die vermeintliche Einsatzstelle in den großen Gebäuden geführt, um die Lage zu erkunden. Auf Basis der vor Ort erworbenen Kenntnisse werden dann durch den Einsatzleiter die nächsten Schritte in der Brandbekämpfung festgelegt.

Nach einer umfangreichen theoretischen und praktischen Unterweisung wurden von Jan Feichtenschlager unterschiedliche Brandsituationen an der Demoanlage simuliert. Einzelne Rauchmelder wurden ausgelöst und die Arnumer Kameraden mussten an dem Simulationsboard im Feuerwehranzeigetableau den Ursprung des Brandes erkennen und über Laufkarten einen weiteren Trupp zum vermeintlichen Einsatzort schicken.  Nach Abschluss des simulierten Einsatzes wurde das korrekte Zurücksetzen der BMA auf dem Feuerwehrbedienfeld vorgenommen. Die sehr lautstarken Rauchmelder sorgten dafür, dass die durch die Einsatzkräfte möglichst schnell vorzunehmende Analyse und Entscheidung der weiteren Vorgehensweise in einer „akustischen Stresssituation“ erfolgte. Dieses Training an der Demoanlage war optimal, da simulierende Übungen an echten Brandmeldeanlage in der Form kaum möglich sind.

Nicht selten führen Arbeiten von Handwerkern oder auch aufsteigende Dämpfe von z.B. Wasserkochern zu einem Fehlalarm. Dennoch ermahnte Jan Feichtenschlager aus eigener Erfahrung: „Jeder Alarm einer Brandmeldeanlage ist sehr ernst zu nehmen, auch wenn sich Fehlalarme in einem Objekt häufen!“ Dem stimmten auch Ortsbrandmeister Frank Boßdorf und die Mitglieder der Einsatzabteilung der Feuerwehr Arnum zu und gehen nun fachlich gut gerüstet in den nächsten Einsatz mit dem Alarmierungsstichwort „Ausgelöste BMA“.

 

Jan Feichtenschlager (rechts) erklärt Ortsbrandmeister Frank Boßdorf (Mitte)
und seinem Stellvertreter Marcus Obst die Funktionsweise der Brandmeldeanlage. 

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Familienfest beim Osterfeuer der Feuerwehr Arnum

Geschrieben von Kirstin Mittendorf.

Große Begeisterung der Kinder für das Stockbrot backen

Familien freundlich zeigte sich das Osterfeuer der Feuerwehr Arnum auch wieder in diesem Jahr. Nicht nur die vielen Aktionen rund um das Feuer begeisterten die kleinen Besucher, auch der mittlerweile traditionelle Fackelumzug ist bei den Familien sehr begehrt. Und so trafen sich als Auftakt zum Osterfeuer der Arnumer Wehr wieder viele Kinder mit ihren Eltern auf dem Hof der Familie Nordmeyer in der Bockstraße und gingen zusammen mit Fackelträgern und musikalischer Begleitung durch den Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Arnum in einem ca. 200m langen Fackelumzug zum Gerätehausvorplatz. Dort gab es kein langes Warten mehr für die Kleinen, wann denn „endlich“ das Osterfeuer entzündet wird. Nachdem alle Kinder einen riesigen Kreis um den Holzhaufen gebildet hatten, wurde dieser durch die Fackelträger sowie Ortsbrandmeister Frank Boßdorf und seinen Stellvertreter Marcus Obst entzündet: Das Osterfeuer konnte beginnen.

Und es wurde auch wieder ein schönes traditionelles und familienfreundliches Fest rund um das Feuer im Herzen von Arnum. Mehrere hundert Besucher strömten im Laufe des Abends zum Gerätehausvorplatz in der Arnumer Kirchstraße und standen bis tief in die Nacht gemütlich am Feuer zum Plauschen, lauschten den fetzigen Klängen des Musikzugs im Gerätehaus oder verspeisten die herzhaften Leckereien. Auch ein paar Regentropfen konnten dieser österlichen Tradition am Ostersamstag nichts anhaben.

Rund 80 Portionen Stockbrot wurden bereits in den ersten 10 Minuten an den Feuerkörben durch die Kinder gebacken. Die Helfer kamen kaum hinterher: Rund 300 weitere Stockbrote wurden an dem Abend noch vorbereitet und zusammen mit Marshmellow-Spießen an die Kinder verteilt.

Um so ein großes Fest logistisch gut zu meistern, bedarf es vieler helfender Hände. Rund 70 engagierte Mitglieder und Freunde der Feuerwehr Arnum trugen beim Auf- und Abbau sowie beim Verkauf hinter den Ständen zu dem guten Gelingen dieser Veranstaltung bei, die unter der bewährten Federführung des Festausschusses von Lars Moses und Dirk Jacobson organisiert wurde. Über dieses Engagement der Feuerwehrkräfte sowie auch die unglaublich gute Resonanz des Besuchs durch die Arnumer Bürger zeigte sich Ortsbrandmeister Frank Boßdorf dankbar und begeistert: „Ich freue mich sehr, dass wir auch in diesem Jahr wieder mit vielen Arnumern gesellige Stunden rund um das Osterfeuer verbringen konnten.“

 

 

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Übungskoffer ermöglichen die spielerische Brandschutzerziehung

Geschrieben von Kirstin Mittendorf.

„Was muss ich sagen, wenn ich bei der Feuerwehr einen Notruf absetzen muss? Wie verhalte ich mich richtig, wenn es brennt? Warum brennen eigentliche einige Stoffe und andere Materialien nicht?“

Diese und viele andere Fragen kann die Freiwillige Feuerwehr Arnum nun Kindern und Jugendlichen nicht nur sinnbildlich „spielend“ beantworten. Dank einer großzügigen Spende der Sparkasse Hannover an den Förderverein der Ortsfeuerwehr Arnum e.V. konnten fünf hochwertige Übungskoffer zum Thema „Notruf und Brandschutz“ angeschafft werden, die diese Themen altersgerecht aufgreifen.

Den Arnumer Löschteufeln und der Jugendfeuerwehr aber auch Besuchern aus Kindergärten und Schulen können feuerwehrbezogene Themen nun spielerisch erklärt werden. Mittels Film- und Spielmaterial oder auch Malvorlagen kann der leichte Einstieg in die Brandschutzerziehung gefunden werden. Eine kleine Telefonanlage ermöglicht das realistische Absetzen eines Notrufes. Weitere Anschauungsmaterialien wie z.B. eine Atemschutzmaske, ein kleiner Feuerlöscher, Rauch- oder Handruckmelder und vieles mehr bieten den Ausbildern gute Möglichkeiten, auch weitere Feuerwehrthemen zu erklären.

„Die Unterstützung der örtlichen Institutionen ist der Sparkasse Hannover sehr wichtig“, betonte Michael Lühmann -Leiter der Arnumer Filiale der Sparkasse Hannover- bei der offiziellen Übergabe der Übungskoffer. Als Vorsitzender des Fördervereins der Ortsfeuerwehr Arnum e.V. nahm Ortsbrandmeister Frank Boßdorf die Spende im Rahmen eines Ausbildungsdienstes der Arnumer Löschteufel entgegen. Während die 6-9jährigen Kinder mit großer Freude die Koffer erstmalig erkundeten, konnten die Jugendfeuerwehrmitglieder Lilly Volkmann und Robin Lüerßen bereits von ersten Erfahrungen berichten. „Wir haben im Rahmen unseres Ausbildungsdienstes bereits mit dem Experimentenkoffer gearbeitet. Das war total spannend !“