„Mamma Mia“ …was für ein geniales Jubiläumskonzert!

Geschrieben von Kirstin Mittendorf.

„Mamma Mia“ …was für ein geniales Jubiläumskonzert!

Musikzug der Feuerwehr Arnum begeistert bei seinem 90jährigen Bestehen

 

Über zwei Jahre hatte es gedauert, bis die Musiker des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Arnum nach der Gründung vor 90 Jahren spielfähig waren und das erste Konzert am 26. Januar 1930 mit dem „Torgauer Marsch“ eröffneten. Neun Jahrzehnte später wurde dieses historische Stück erneut aus der „Notenschatulle“ herausgeholt und nach 6-monatiger Probezeit wurde mit diesem Lied ein stimmungs- und würdevoller Auftakt in ein hervorragendes Jubiläumskonzert geboten. „Der Musikzug ist alt und edel“, so umschrieb Musikzugführer Rolf Gramann die musikalische Sparte der Freiwilligen Feuerwehr Arnum und legte damit zu Beginn die Messlatte für die 23 Musiker hoch…jedoch „spielend“ erreichbar, wie sich Laufe des Nachmittags herausstellen sollte.

 

Weit vor Konzertbeginn waren die Besucher in die Aula der Arnumer Wäldchenschule geströmt, die bis auf den letzten Platz belegt war. Auch Bürgermeister Claus Schacht gehörte mit zu den Gratulanten. Perfekt zum sommerlichen Wetter hatte sich der Musikzug eine erfrischende Überraschung einfallen lassen und die Besucher vor Beginn des Konzertes mit einem kostenfreien Eis verwöhnt. Ortsbrandmeister Frank Boßdorf war überwältigt von dem gewaltigen Zuspruch und zeigte sich auch nach den ersten Liedern „Arsenal“ und „Mars de Medici“ einfach begeistert: „Der Musikzug ist echt spitze“.

Speziell arrangiert hatte Marcel Gramann das Stück „Auld Lang Syne“ -auch besser bekannt als „Nehmt Abschied, Brüder“- für ein Quintett mit fünf Mitgliedern der Familie Gramann, deren Vorfahren bereits bei der Gründung des Musikzuges 1927 mit dabei waren. Nach diesem klassischen Volkslied galt es aber noch lange nicht „Abschied“ zu nehmen. Dirigent Oliver Rülicke führte an diesem Nachmittag durch ein abwechslungsreiches Programm. Nach der „Herbstfestpolka“ wurde die Piratenflagge gehisst und Klänge aus „Fluch der Karibik“ erfüllten die Aula. Dem ebenfalls 90-jährigen bekannten Sänger Harry Belafonte widmeten die Musiker ein beeindruckendes Medley mit Stücken wie „Matilda“, „Island In The Sun“ oder Jamaica Farewell“, welches vom perfekten Wechsel von Swing, über Calypso in den Rumba-Rhythmus geprägt war. Das intensive Proben für dieses Konzert war auch bei dem Stück „Cup-Song“ zu erkennen. Fünf Musiker gaben mit einer „Plastikbecher-Choreografie“ den lautstarken Takt zur Country-Melodie „When I’m Gone“ für den Musikzug sowie auch Dörthe Stelljes vor, die mit einer musikalischen Gesangseinlage -begleitet von E-Gitarrist Frank Nacke- dieses rhythmusstarke Lied mit Gesang prägte.

 

Nach der Pause wurden die Musiker Karin Schwertner und Andreas Schiewe überrascht, die für 40 bzw. 20 Jahre aktive Tätigkeit im Musikzug mit der Ehrennadel des Bundesvereins der deutschen Musikverbände e.V. geehrt wurden. Hätte Musikzugführer Rolf Gramann und seine Stellvertreterin Maren Obst in ihren erfrischenden Anmoderationen der Lieder noch auf eine imaginäre Tanzfläche gebeten, wären sicherlich einige Besucher bei den Schlager-Medleys der Aufforderung gefolgt. Die Füße einiger Gäste waren kräftig am Wippen, als „Aber bitte mit Sahne“ und „Ein ehrenwertes Haus“ von Udo Jürgens erklangen und „Money, Money, Money“ oder „Fernando“ zurück in die goldene ABBA-Zeit führten. Gern hätte das Publikum nach der Zugabe „Böhmischer Traum“ noch mehr gehört, als die Musiker nach rund 2,5 erfolgreichen Stunden die Bühne verließen.

 

„Mamma Mia“, lieber Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Arnum, ihr habt allen Zuhörern ein geniales Jubiläumskonzert geboten. THANK YOU FOR THE MUSIC :-)

 

 

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Musikalische Töne zum 90. Geburtstag

Geschrieben von Kirstin Mittendorf.

Musikzug der Feuerwehr Arnum feiert am 26. August mit einem Jubiläumskonzert

„Die Feuerwehr Arnum beabsichtigt, in Kürze ein Musikkorps zu gründen. Da nun die Mittel klein sind und die Anschaffung der Instrumente und Besoldung des Musikmeisters groß sind, richte ich an die Gemeindemitglieder die Bitte, uns ein jeder nach seinem Können unterstützen zu wollen“. So klang vor 90 Jahren der Aufruf aus den Reihen der Arnumer Feuerwehr, um eine musikalische Abteilung gründen zu können.

Die Bitte um personelle und finanzielle Unterstützung wurde von den Arnumer Bürgern damals schnell erhört, so dass 11 Männer am 1. August 1927 ein Musikkorps in der Gastwirtschaft Gramann in Arnum gründeten. Mit geringen Notenkenntnissen aber viel Freude an der Musik starteten die ersten Mitglieder und erhielten schnell großen Beifall bei vielen Anlässen.

Mit genauso viel musikalischer Freude, jedoch deutlich besserem Equipment an Instrumenten musizieren 90 Jahre später 23 Musiker im Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Arnum und lassen sich wöchentlich vom dynamischen Dirigenten Oliver Rülicke qualifiziert ausbilden. Das Repertoire des heutigen Musikzuges ist vielfältig und wurde bereits bei den erfolgreichen und gut besuchten Platzkonzerten präsentiert, die im März den Auftakt in dieses Jubiläumsjahr bildeten.

Die Geburtstagsfeierlichkeiten setzen sich nun fort. Auf die bunte musikalische Vielfalt können sich die Zuhörer auch beim großen Jubiläumskonzert am 26. August 2017 freuen, zu dem alle musikalisch Interessierten, Freunde des Musikzugs und Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Arnum herzlich einladen sind. Das kostenfreie Konzert findet am 26. August um 16.00 Uhr in der Aula der Wäldchenschule in Arnum statt. Gute Plätze lassen sich bereits eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn sichern. Die Zuhörer dürfen sich auf ein buntes Programm freuen, welches auch mit Gesangseinlagen und einer besonderen „sommerlichen Überraschung“ bereichert wird.

Feiern Sie mit uns zusammen den 90. Geburtstag des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Arnum. Wir freuen uns auf Ihren Besuch beim großen Jubiläumskonzert. 

 

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„blind date“ bei der Freiwilligen Feuerwehr Arnum

Geschrieben von Kirstin Mittendorf.

Fahrt ins Blaue führt zum Spargelessen an das Steinhuder Meer

Das Organisatorenteam hatte alles perfekt organisiert und es war bis zuletzt nicht durchgesickert, wohin die Fahrt ins Blaue der Freiwillige Feuerwehr Arnum führen sollte. Rund 25 Mitglieder der Einsatz- und Altersabteilung und des Musikzuges stiegen bei bestem Sommerwetter zu ihrem „blind date“ in den Bus und ließen sich sehr gut gelaunt auf die von Harald Volkmann und Dirk Horand organsierte Überraschungsfahrt ein, die erstmalig anstelle der sonst üblichen Weihnachtsfeier stattfand.

 

84 km ging es zunächst in westliche Richtung bis zum ersten Zwischenstopp in Höfen. In diesem idyllischen Ort hat der Spargelbauer Röhrkasten seinen Hauptsitz, hinter dessen Kulissen die Feuerwehrgruppe einen Blick werfen konnte und interessante Informationen zur Verarbeitung und Verpackung des Spargels erhielt. Allein beim Anblick dieses besonderen saisonalen Gemüses sollte es natürlich nicht bleiben, so dass es zur Mittagszeit „Spargel satt“ in einem benachbarten rustikalen Lokal gab.

 

Am Nachmittag ging die Fahrt weiter und das Organisatorenteam entführte die Reisegruppe ans Steinhuder Meer. Bei schönstem Sonnenschein wurde der Ausflug noch mit einem kleinen Spaziergang am Wasser und einer gemeinschaftlichen Einkehr in einem Biergarten abgerundet.

 

Die Teilnahme von Mitgliedern aller Abteilungen, die lustige und lockere Stimmung und auch das sehr gut organisierte Programm haben bei allen Feuerwehrmitglieder bereits bei Ankunft am Gerätehaus am Abend zu einem spontanen Feedback geführt: „Egal, wohin die nächste Fahrt ins Blaue geht – wir sind alle wieder mit dabei.“

Einsatzstichwort: „Ausgelöste Brandmeldeanlage“

Geschrieben von Sebastian Schlund.

Einsatzkräfte der Arnumer Wehr erfahren qualifizierte Weiterbildung bei der BF Hannover

Kaum sichtbar hängen die kleinen runden Dosen an Decke – unscheinbar und doch lebensrettend im Notfall: Rauchmelder sind nicht nur in Wohnungen und privaten Häusern eine mittlerweile gesetzliche Notwendigkeit. Sie sind im Brandfall lebensrettend für alle Bewohner, um frühzeitig vor den tödlichen Rauchgasen gewarnt zu werden. In großen Gebäudekomplexen von Firmen oder Einrichtungen mit vielen Menschen werden diese Rauchmelder in Brandmeldeanlagen vernetzt. Sie geben den Feuerwehreinsatzkräften in einer technischen Einheit im Eingangsbereich des Objektes -der Brandmeldezentrale- wichtige Informationen über den Ort und die Ausbreitung eines vermeintlichen Feuers.

Die Mitglieder der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Arnum haben sich hierzu im Rahmen eines Ausbildungsdienstes bei der Berufsfeuerwehr Hannover fortgebildet. Jan Feichtenschlager, der neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit in der Arnumer Wehr hauptberuflich bei der Berufsfeuerwehr tätig ist, stellte den Kameraden die komplexe Funktionsweise einer Brandmeldeanlage (BMA) an einem Simulationsboard der Berufsfeuerwehr Hannover vor. In dieser Demoanlage ist die komplette technische Einheit einer BMA inkl. Rauch- und Handmeldern installiert. Einheitliche technische Rahmenbedingungen, die die Region Hannover für an die Regionsleitstelle angebundenen BMA vorschreibt, erleichtern grundsätzlich die immer wieder kehrende identische Bedienung der technischen Einheiten. Diese hat es jedoch in sich: Auf dem Anzeigetableau der Brandmeldezentrale ist zunächst auszuwerten, in welcher Meldergruppe ein Rauch-/ Handdruckmelder oder auch Sprinkleranlage ausgelöst hat. Diese technische Einheit ist der beste Ort für den Gruppenführer, um schnell an Informationen über die Ausbreitung eines Brandes zu gelangen. Über Laufkarten -die räumliche aber auch feuerwehrtaktische Infos enthalten- wird dann der erste Trupp mit Atemschutz und Kleinlöschgerät an die vermeintliche Einsatzstelle in den großen Gebäuden geführt, um die Lage zu erkunden. Auf Basis der vor Ort erworbenen Kenntnisse werden dann durch den Einsatzleiter die nächsten Schritte in der Brandbekämpfung festgelegt.

Nach einer umfangreichen theoretischen und praktischen Unterweisung wurden von Jan Feichtenschlager unterschiedliche Brandsituationen an der Demoanlage simuliert. Einzelne Rauchmelder wurden ausgelöst und die Arnumer Kameraden mussten an dem Simulationsboard im Feuerwehranzeigetableau den Ursprung des Brandes erkennen und über Laufkarten einen weiteren Trupp zum vermeintlichen Einsatzort schicken.  Nach Abschluss des simulierten Einsatzes wurde das korrekte Zurücksetzen der BMA auf dem Feuerwehrbedienfeld vorgenommen. Die sehr lautstarken Rauchmelder sorgten dafür, dass die durch die Einsatzkräfte möglichst schnell vorzunehmende Analyse und Entscheidung der weiteren Vorgehensweise in einer „akustischen Stresssituation“ erfolgte. Dieses Training an der Demoanlage war optimal, da simulierende Übungen an echten Brandmeldeanlage in der Form kaum möglich sind.

Nicht selten führen Arbeiten von Handwerkern oder auch aufsteigende Dämpfe von z.B. Wasserkochern zu einem Fehlalarm. Dennoch ermahnte Jan Feichtenschlager aus eigener Erfahrung: „Jeder Alarm einer Brandmeldeanlage ist sehr ernst zu nehmen, auch wenn sich Fehlalarme in einem Objekt häufen!“ Dem stimmten auch Ortsbrandmeister Frank Boßdorf und die Mitglieder der Einsatzabteilung der Feuerwehr Arnum zu und gehen nun fachlich gut gerüstet in den nächsten Einsatz mit dem Alarmierungsstichwort „Ausgelöste BMA“.

 

Jan Feichtenschlager (rechts) erklärt Ortsbrandmeister Frank Boßdorf (Mitte)
und seinem Stellvertreter Marcus Obst die Funktionsweise der Brandmeldeanlage. 

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Familienfest beim Osterfeuer der Feuerwehr Arnum

Geschrieben von Kirstin Mittendorf.

Große Begeisterung der Kinder für das Stockbrot backen

Familien freundlich zeigte sich das Osterfeuer der Feuerwehr Arnum auch wieder in diesem Jahr. Nicht nur die vielen Aktionen rund um das Feuer begeisterten die kleinen Besucher, auch der mittlerweile traditionelle Fackelumzug ist bei den Familien sehr begehrt. Und so trafen sich als Auftakt zum Osterfeuer der Arnumer Wehr wieder viele Kinder mit ihren Eltern auf dem Hof der Familie Nordmeyer in der Bockstraße und gingen zusammen mit Fackelträgern und musikalischer Begleitung durch den Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Arnum in einem ca. 200m langen Fackelumzug zum Gerätehausvorplatz. Dort gab es kein langes Warten mehr für die Kleinen, wann denn „endlich“ das Osterfeuer entzündet wird. Nachdem alle Kinder einen riesigen Kreis um den Holzhaufen gebildet hatten, wurde dieser durch die Fackelträger sowie Ortsbrandmeister Frank Boßdorf und seinen Stellvertreter Marcus Obst entzündet: Das Osterfeuer konnte beginnen.

Und es wurde auch wieder ein schönes traditionelles und familienfreundliches Fest rund um das Feuer im Herzen von Arnum. Mehrere hundert Besucher strömten im Laufe des Abends zum Gerätehausvorplatz in der Arnumer Kirchstraße und standen bis tief in die Nacht gemütlich am Feuer zum Plauschen, lauschten den fetzigen Klängen des Musikzugs im Gerätehaus oder verspeisten die herzhaften Leckereien. Auch ein paar Regentropfen konnten dieser österlichen Tradition am Ostersamstag nichts anhaben.

Rund 80 Portionen Stockbrot wurden bereits in den ersten 10 Minuten an den Feuerkörben durch die Kinder gebacken. Die Helfer kamen kaum hinterher: Rund 300 weitere Stockbrote wurden an dem Abend noch vorbereitet und zusammen mit Marshmellow-Spießen an die Kinder verteilt.

Um so ein großes Fest logistisch gut zu meistern, bedarf es vieler helfender Hände. Rund 70 engagierte Mitglieder und Freunde der Feuerwehr Arnum trugen beim Auf- und Abbau sowie beim Verkauf hinter den Ständen zu dem guten Gelingen dieser Veranstaltung bei, die unter der bewährten Federführung des Festausschusses von Lars Moses und Dirk Jacobson organisiert wurde. Über dieses Engagement der Feuerwehrkräfte sowie auch die unglaublich gute Resonanz des Besuchs durch die Arnumer Bürger zeigte sich Ortsbrandmeister Frank Boßdorf dankbar und begeistert: „Ich freue mich sehr, dass wir auch in diesem Jahr wieder mit vielen Arnumern gesellige Stunden rund um das Osterfeuer verbringen konnten.“

 

 

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